Meine Auszeit-Tour 2023                                    Start bis Istanbul


Auf der Karte seht ihr unsere täglich gefahrene Strecke.


 

Wenn ihr links oben auf den Button geht, tun sich ein paar Auswahlfuntionen auf.


Sonntag, 30. April 2023

Es ist ziemlich früh und so ganz wach bin ich nicht. Es gab noch einiges vorzubereiten. Das kommt davon, wenn man denkt, es ist noch soooo viel Zeit. 


Das Thermometer zeigt Temperaturen kurz über null Grad an. Ein paar Grad mehr hätte ich mir für den Start gewünscht.

Nach den vielen kleinen und auch etwas größeren Vorbereitungen soll es heute nun endlich losgehen - die Reise, dessen Ziel Ulan Bator sein soll.

 

Geplant war, dass Christian mich ein Stück aus der näheren Heimat hinaus begleiten wollte. Aber wie das immer so ist, der Plan ist das eine, das tatsächliche Leben ist dann aber die Realität. Wenn Kind krank ist, kann Papa, der sowieso schon beruflich bedingt nicht sehr viel zu Hause ist, nicht auch noch den Sonntagvormittag mit dem Moped in der Weltgeschichte umher fahren. Dafür habe ich volles Verständnis. Umso überraschender war für mich, das er Jens mit zur Verabschiedung gebracht hat.

Es ist ziemlich früh und so ganz wach bin ich nicht. Es gab noch einiges vorzubereiten. Das kommt davon, wenn man denkt, es ist noch soooo viel Zeit. 


Das Thermometer zeigt Temperaturen kurz über null Grad an. Ein paar Grad mehr hätte ich mir für den Start gewünscht.

Nach den vielen kleinen und auch etwas größeren Vorbereitungen soll es heute nun endlich losgehen - die Reise, dessen Ziel Ulan Bator sein soll.

 

Geplant war, dass Christian mich ein Stück aus der näheren Heimat hinaus begleiten wollte. Aber wie das immer so ist, der Plan ist das eine, das tatsächliche Leben ist dann aber die Realität. Wenn Kind krank ist, kann Papa, der sowieso schon beruflich bedingt nicht sehr viel zu Hause ist, nicht auch noch den Sonntagvormittag mit dem Moped in der Weltgeschichte umher fahren. Dafür habe ich volles Verständnis. Umso überraschender war für mich, das er Jens mit zur Verabschiedung gebracht hat.

Christian und Jens löchern mich noch einmal, ob ich denn auch an alles notwendige gedacht und auch eingepackt habe. Klar habe ich !

Aber ich könnte wetten, irgendwas wird fehlen. Und manches werden ich nie brauchen.

Es ist so langsam an der Zeit, Abschied zu nehmen. Mein persönlicher Zeitplan war mit spätester Abfahrt um 7 Uhr festgelegt. Und so rolle ich dann alleine aus der Stadt .....

Ein typisches Bild Ende April/Anfang Mai im mecklenburgischen Land - die fast unendlichen Felder, die in einem satten Gelb strahlen.

Ein kleiner Abstecher weg von der schnellen Straße Richtung Süden muss erlaubt sein. So wirklich ins Gelände möchte ich mit der Transalp aber dann doch nicht. Dafür trägt sie zu viel Plastik in der Verkleidung. 

Auch sonst merke ich sehr stark die Unterschiede zwischen ihr und meiner 1200er GS. Nicht nur der positive Leistungsunterschied macht sich stark bemerkbar, auch das Gegenteil. Und hier meine ich die Bremse. Sie ist an der BMW eine Wucht. Auch wenn zwischen der Honda und der BMW zwanzig Jahre Entwicklung, ist die Bremse der BMW eindeutig besser. Und das war sie auch schon an der 1100er GS, die damals genauso auf dem Stand der Zeit war.

Um kurz nach dreizehn Uhr erreiche ich Leipzig, mit über 6oo.ooo Einwohnern ein wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Zentrum im Freistaat Sachsen.

ich nehme mir etwas Zeit, um mir die Beine etwas mehr als nur zwanzig Schritte ums Moped zu vertreten. Aber auch leider nicht genug für einen längeren Spaziergang durch die Stadt. Ich möchte heute noch Tschechien erreichen.

Ich hatte mir in Vorbereitung der Anreise zum Treffpunkt im Verlauf der Route einige Unterkunftsmöglichkeiten heraus gesucht aber noch nicht gebucht. 

Immer wieder tun sich an der Strecke interessante Orte auf, die mir sehr verlockend erscheinen, eine längere Rast einzulegen. 

Bei Schlössern und insbesondere bei Burgen fällt es mir immer sehr schwer, einfach daran vorbei zu fahren.

So auch bei Schloss Waldenburg. Leider ist der Park nicht frei zugänglich. So währt der Besuch hier dann doch nur eine knappe halbe Stunde.

Ca. 18 Uhr überfahre ich die erste Grenze auf dieser Tour. Es ist die Grenze nach Tschechien. Kurz vor acht erreiche ich das WELLNESS HOTEL CENTRAL in Klatovy. 636 km reichen völlig aus. Sie sind auch nur der Anreise zum Treffpunkt mit Therese & Lutz geschuldet.

Ich checke zügig ein. Auch wenn es nur ein paar Minuten Fußgang wären, nehme ich dann doch die Honda, um zum Markt zu fahren und mich in einer Pizzeria nieder zu lassen. Denn das Hotel bietet Sauna und Whirlpool. Das möchte ich noch ausnutzen.

Tag 1

Heute will ich mich mit Therese & Lutz -  Freunde und zugleich Mitreisende - treffen. Verabredet sind wir am Hotel in Salzburg, in dem sie zwischen übernachtet haben. Und das schon um 10 Uhr. Bis dahin habe ich nicht ganz 240 km vor mir. Kilometer die ich leider einfach nur abspulen darf ohne groß Landschaft oder gar Sonnenaufgang genießen zu können.

Zuerst geht es aber schon wieder einmal an die Tankstelle. Von meiner BMW bin ich Reichweiten zwischen 500 und 650 Kilometer gewohnt. Als gestern die Honda nach 200 km das erste Mal anfing zu stottern, galt mein erster Gedanke einem möglichen technischen Defekt. Nachdem ich ein paar Minuten am Straßenrand das Moped hatte abkühlen lassen hatte und ich mich schon auf die Fehlersuche machen wollte,kam mir der glorreiche Gedanke, doch einmal den Benzinhahn auf "Reserve"zu stellen. Und siehe da, der Motor lief wieder. Nun weiß ich es und kann entsprechend planen.

Bevor ich nach Österreich einreise, rolle ich noch einmal ein paar Kilometer durch Deutschland.

Ich weiß im Vorfeld nicht ganz genau, wie oft wir über eine Grenze fahren werden aber dies ist jetzt die dritte Grenzüberquerung.

Und kurze Zeit später sind die ersten schneebedeckten Berge in Sicht.

Da es lim Hotel leider erst ab halb acht Frühstück gab, war die vereinbarte Zeit mit Therese und Lutz nicht zu halten und es wurde kurz vor elf Uhr bis ich bei den beiden eingetroffen bin.

Jetzt ist unser Reiseteam vereint.


Österreich gehört auf dieser Tour nicht zu den Ländern, welches wir intensiv erleben wollen. Denn das liegt ja quasi vor der Haustür, wo man jederzeit in einem normalen Urlaub hinkommt. Deshalb nehmen uns hier nicht großartig Zeit.

Slowenien begrüßt uns etwas unterkühlt und mit Regen.
Slowenien begrüßt uns etwas unterkühlt und mit Regen.
Parken auf der Terrasse
Parken auf der Terrasse

Da das Wetter nicht wirklich zum campen einlädt, haben wir online dieses schöne Appartement gefunden.


Tag 2

Nach unserem selbst gekochten super Drei - Gänge - Menü und dem Versenden von Lebenszeichen "musste" Therese Skat lernen. Schneller als gedacht war es dann Mitternacht bis wir alle in den Betten lagen.

Leider lässt sich der Regen in Bindfäden auf dem Foto nicht so gut einfangen.

In der groben Planung war für heute Mostar in Bosnien als Ziel gedacht. Aber das werden wir nicht schaffen. Bei allen widrigen Umständen durch das Wetter sind wir nicht gewillt jetzt auf die großen Straßen auszuweichen, nur um schnell voran zu kommen. Auf dem Weg nach Mostar wird es ganz viel zu entdecken geben.

Unter anderem entdecken wir in der Nähe von Bania Loka, kurz vor der Grenze zu Kroatien, ein Hinweisschild auf eine Burg. Also folgen dem kurzerhand. Leider endet endet der Weg in einer Sackgasse vor privaten Grundstücken. Die Burg ist quasi über uns keine 100 m entfernt. Aber wir entdecken leider keinen Weg, der uns darauf führen könnte. Nicht so schlimm. Wir rollen zurück unserer Route und wenig später sind nach dem Überqueren einer alten Brücke fast unbemerkt in Kroatien. 

In einem Dorf nahe der kroatischen Grenze zu Slowenien nutzen wir die relativ hoch gelegene Kirche als Aussichtspunkt. Der Himmel scheint sich aufzuklaren. Aber der Schein hat so dermaßen getrügt. Es gab noch viel mehr Wasser von oben.

In Ogulin nutzen wir die Gelegenheit, neben der Möglichkeit uns zu stärken auch ein wenig Wärme zu tanken. Aber dies wird sehr schnell wieder verbraucht sein. Denn der Regen hat während der Pause leider nicht nachgelassen.

Weiter gehts ....

Bevor wir Kroatien und vielleicht auch den Regen hinter uns lassen, machen wir einen kurzen Stopp im National Park Plitvicka Jezera. Unter dem frischen Grün der Bäume ist vom Regen weniger zu spüren. 

Wir nutzten den kurzen Aufenthalt im Nationalpark dazu, uns eine Unterkunft für die heutige Nacht zu buchen. Wenn wir gewusst hätten, das wir an der Grenze zu Bosnien etwa eine Stunde werden warten müssen, hätten wir es hier getan. Hätte - wenn & aber - egal. Nach einer kurzen Kontrolle unserer Ausweise dürfen wir in Bonien einreisen.

Gebucht haben wir für heute eine Ferienwohnug. Es war nicht ganz leicht sie dann auch zu finden aber umso herzlicher wurden wir erwartet. Und sie bietet mehr Komfort als wir erwartet haben.

Manchmal wird aus einer hochwertigen Alukiste auch ein Aquarium.

Dafür entschädigt uns die Austtatung der Ferienwohnug umso mehr.

Auch wenn wir heute fast 300 km im Dauerregen zum Teil über schöne kleine Straßen durch eine sehr sehenswerte Landschaft gefahren sind, gut gesättigt sind mit den Dingen, die unser mobiler Kühlschrank hergibt, lassen wir uns eine lehrreiche Runde Skat nicht nehmen. Und schon wieder ist es nach Mitternacht ....

Tag 3

Therese und Lutz haben ihre Handschuhe vorsichtig im Backofen getrocknet. Ich wollte das meinen Lederhandschuhen nicht antun und nehme die feuchten Handschuhe in Kauf.

Es ist halb neun und es regnet immer noch .....

Unser heutiges Ziel ist Mostar. Dafür werden ca. 300 Kilometer zurück legen dürfen. Die Wetterprognose verspricht auch heute mehr Regen als Sonne.

Es regnet nicht nur. Es ist auch sehr neblig geworden. Wir sind hier auf knapp 1000 Meter. Die Temperaturanzeige lässt uns einen Wert von 8 Grad Celsius ablesen. Zum Glück scheint die Sonne nicht. Sie würde uns zu allem Glück auch noch blenden.

Als wir durch Dvar rollen, fällt mir auf der linken Seite ein Gebäude auf, welches mir sehr bekannt vorkommt. Da uns sowieso nach etwas zu essen und zu trinken ist, parken wir dort, in der Hoffnung das unsere Wünsche erfüllt werden können. Diese Biker Bar besuchte ich mit Lutz und Rolf während unserer Slowenien - TET - Tour.

Zu essen gab es leider nichts aber einen Tipp, wo uns dieser Wunsch erfüllt werden könnte.

Nach der Stärkung sind wir etwas aufgewärmt und der Regen hat auch nachgelassen. so hoffen wir auf ein paar Kilometer ohne Berieselung.

Für ein paar Kilometer sind die Straßen und Wege tatsächlich trocken. Zum Glück! Denn unsere Route führt uns für deutsche Verhältnisse über unbefestigte Wege. Für manchen wäre das schon offroad. Hier gehört es einfach dazu, man muss ganz einfach drauf eingestellt sein, das das Asphaltband in  Schotter oder auch fast grüne Wege übergeht.

 

 

Etwa fünfzig Kilometer vor Bosnien erwischt uns dann noch einmal ein heftiger Regenschauer, der uns bis zur bebuchten Unterkunft begleitet. Da wir heute eine Ferienwohnung gemietet haben, müssen wir eine gute halbe Stunde warten bis der Vermieter eintrifft. Zum Glück ist genau gegenüber ein Imbiss, in dem wir mit unseren vor Nässe triefenden Motorradklamotten Zuflucht suchen. Schnell bildet sich um uns herum eine kleine Pfütze.

Nachdem wir uns umgezogen haben, unternehmen wir zum Abschluss des Tages noch einen Spaziergang durch das abendliche Mostar und kehren in ein Restaurant ein, um nicht hungrig zu Bett müssen.

Tag 4

Endlich Sonne! Es ist super wohltuend mit  Sonne aufzuwachen. 

Unser Vermieter gab uns einen Tipp, wo wir gut frühstücken können. Diesen nahmen wir gerne an. So verbanden wir den Weg dorthin noch einmal mit einem Spaziergang. Diesmal begleitete uns die Sonne.

Unsere Mopeds stellten wir ortsüblich unmittelbar vor der Unterkunft ab. Gestern war das nasse Pflaster kaum gefahrlos zu befahren. Jetzt möchten wir die Stadt verlassen. Das Ziel für heute lautet : Shkodra in Albanien. Vor uns liegen etwas über 300 km.

Bei Sonnenschein locken viel mehr Gegebenheiten zum Verweilen ein. Ich entdecke in Slolac etwas oberhalb der Straße die Reste eine Burg. Ohne viel Überredungskünste suchen wir uns den Weg zu den Ruinen. Meist bietet sich von diesen Orten aus ein wunderbarer Blick in die Landschaft. Und auch hier werden wir nicht enttäuscht.

Zudem schaffen wir es - Lutz und ich - unabhängig voneinander unsere Maschinen auf die Seite zu legen.

Kleiner Smalltalk am Straßenrand.

Montenegro ist für uns heute nur Transitland. Das heutige Ziel liegt in Albanien. Es ist Shkodra.

Hier haben wir lieber umgedreht und uns eine andere Alternative zu unserer Route gesucht.

Etwas fachsimpeln und voneinander lernen gehört auf dem Trio auch dazu.

Diese Route machte ihrem Namen alle Ehre. Unter anderem lässt sie immer wieder Blicke über die Gewässerlandschaft "Skadarsko Jerezo" zu. Wir haben diese Route sehr genossen.

Gegen 20 Uhr treffen wir in Shkodra ein. Nach einem kurzen Telefonat erscheint der Vermieter für das gebuchte Apartment. Es befindet in der vierten Etage in einem Wohnhaus . Vom  Balkon bietet sich ein wunderbarer Blick in das Zentrum der Stadt.

Wir verlieren nicht viel Zeit und suchen uns ein Restaurant für das Abendessen. Nachdem wir wieder einmal super gegessen haben, zücken wir  noch die Karten und überziehen den Feierabend der Angestellten.

Bei einem guten Glas Wein lassen wir den Abend in die Nacht hinein ausklingen. Ganz nebenbei stimmen wir noch die Route für den nächsten Tag ab. Wir müssen etwas priorisieren. Auf dem Wuschzettel stehen unter anderem eine Fährfahrt auf dem Komani Stausee, der Ohrid See und die Klöster von Meteora. 

Die Fährfahrt auf dem Komani Lake ist reizvoll aber liegt auch etwas abseits von der gewählten Route. Zudem beansprucht sie ein erhebliches Zeitfenster. Sie wird aus der Routenplanung schweren Herzens gestrichen.

Tag 5

Die morgendliche Sonne lässt alles hell erstrahlen. 

In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Supermarkt. Dort wollen wir uns mit ein paar Lebensmittel für ein späteres Frühstückspicknick eindecken. Der Markt öffnet halb acht. Spätestens halb neun wollen wir aus der Stadt rollen.

Unsere Route bis zu den Meteora Klöstern hat eine Länge von knapp 500 km. Diese wollen wir auf zwei Tage aufteilen, um am Sonntag ab etwas halb zehn die Klöster auf den Felsen besichtigen zu können. Auf dem Weg dorthin möchten wir aber trotzdem genügend Zeit für alle möglichen landschaftlichen Hotspots Zeit haben.

Nach etwa einer guten Stunde Fahrt entdecken wir einen schönen Platz für unser Picknick zum Frühstück.

Mich plagt schon die ganze Tour die etwas weiche Sitzbank der Transalp. Zufälligerweise hatte ich noch ein Stück Schaumstoff im Topcase, der bis heute eine andere Aufgabe zu erfüllen hatte. Ich entschließe mich kurzerhand ihn mittels festen Klebeband auf der Sitzbank zu befestigen, in der Hoffnung auf ein besseres Sitzen .

Die Transalp habe ich so ein bisschen blind von Hermann gekauft.

Hermann - er wollte mit dieser Maschine die Seidenstraße befahren. Erst kam ihm Corona dazwischen und dann gesundheitliche Beschwerden. Er hatte sich die Maschine für seine Tour schon vorbereitet. Jetzt so nach etwas mehr als zweitausend Kilometer stelle ich doch fest, das sie von der Ergonomie her für mich nicht ganz optimal ist. Aber das ist auch schon fast alles. Sie läuft top. Der Benzinverbrauch hat sich auch gemindert. Ich hatte sie in den ersten zwei Tagen der Anreise doch wohl ziemlich gescheucht.

Regelmäßige Pausen sind wichtig. Wir halten in dem kleinen Städtchen Klos. Während wir auf eine Bar zusteuern, entdecke ich in einer Seitengasse ein Friseur. Den hatte ich vor meiner Abreise aus der Heimat nicht mehr geschafft. Also geht es für mich rein ins Vergnügen. ich möchte mir die Haare auf ein erträgliches Maß kürzen zu lassen.

Mehr als eine Stunde fahren wir am "Debarsko Ezero" entlang. Anhand der kahlen Uferböschung lässt sich leicht, das dem Stausee richtig viel Wasser fehlt.

Auf den "Debarsko Ezero" folgt der "Globochicko Ezero". Er sieht noch gut gefüllt aus. Während wir so dahin rollen, entdecken wir ein Hinweisschild auf eine Kapelle oberhalb des Sees. Der Weg ist eine Schotterpiste, die recht steil bergan an geht. Auf dem Hinweisschild ist keine Entfernungsangabe in irgendeiner Form zu sehen. Egal. Wir fahren hinauf und wieder einmal werden wir einem fulminatem Ausblick belohnt.

 

Es ist sechzehn Uhr. Zeit die Tagesplanung zu überdenken bzw. zu schauen, welche Unterkunft wir bis ca. 18 Uhr erreichen können. Wir buchen uns in Korca ein Hotelzimmer und richten unsere Route danach aus.

Ohne mein Navi hätte ich so manches meiner vergangenen Ziele nicht so einfach erreicht. Aber so manches Mal habe ich das Gefühl, es möchte mich ab und zu testen, ob ich mein Kopf beim navigieren nicht völlig abgeschaltet habe. Heute lotst es mich gleich mehrfach in Korca vor eine Treppe. Und die sahen nicht so aus als sie gerade gestern gebaut wurden.

Nach 330 interessanten und landschaftlich beeindruckenden Kilometern schlafen wir heute noch einmal in Albanien.

Tag 6

Auch dieser Morgen startet mit wunderbarem Sonnenschein. Wir erfahren bei einem herzlichen Abschiedsgespräch etwas über abgeschlossene Wintersaison. Gefühlt waren wir für die vergangene Nacht die einzigen Gäste in diesem recht neuen und stilvollen Hotel.

Bevor wir in Richtung Meteora Klöster aufbrechen, wollen wir noch zu einem Ziel, welches wir gestern schon bei der Anreise ausgemacht haben. Es ist das riesige Kreuz auf dem Berg, an dem das Hotel errichtet wurde.

Nun aber genug die Aussicht genossen. Vor uns liegt eine geplante Strecke von über 240 Kilometer. Und da uns auf der Strecke immer etwas ins Blick fällt, was sich lohnt, den Fahrtrieb zu unterbrechen, wird es garantiert wieder später als gedacht. Dazu kommt die Grenzüberquerung von Albanien zurück in die Europäische Union. Wir rechnen mit einem leicht erhöhten Zeitbedarf.

Gegen halb zwölf haben wir die Grenze erreicht. Es ist gar nicht so viel los an diesem Grenzübergang und so sind wir recht schnell in Griechenland eingereist.

Kurz nach dem über die albanisch-griechische Grenze bemerke ich wie der Schirm an meinem Helm flattert. Aus Erfahrung schwant mir nichts gutes. Und tatsächlich - es hat sich einer Kunststoffverriegelung für das Visier verabschiedet. Diese hatte ich vor kurzem fachmännisch im Touratech Laden in Hamburg ersetzen lassen. Ersatz habe ich aber jetzt nicht mit. Das heißt, Visier und Schirm werden vom Helm entfernt. Zum Glück habe ich meine Endurobrille passend zum Helm dabei. 

Nach einer knappen Stunde Fahrt entdecke ich kurz vor einer Brücke ein Weg runter zum Fluss. Beim flüchtigen Hinsehen sah dieser nicht zu schwierig zum befahren aus. Nach einer kurzen Absprache mit Lutz fuhr ich als erster runter zum Fluss. Dann folgte mir Lutz mit seiner BMW. Da sie aber mit Gepäck für zwei Personen beladen ist, war das dann doch nicht ganz so easy. Mittendrin umdrehen war leider nicht. Es half nichts, Lutz musste weiter.

Therese zeigte sich von diesem kleinen Abstecher nicht besonders erfreut. Ganz im Gegenteil. Sie war richtig verstimmt und lies uns das auch wissen. 

Nun was soll`s die Mopeds mussten auch wieder zurück zur Straße. Lutz nahm in weiser Vorraussicht schon einmal die Koffer ab. Trotz dieser Marscherleichterung grub sich die BMW sofort ein. Also auch noch die Rolle runter und den  Berg hochgetragen. Zuvor hatten wir auch schon ein wenig den Weg präpariert. Und jetzt klappte es. Die BMW stand wieder auf der Straße.

Auf den nächsten hundert Kilometern war es dann recht ruhig in den Helmen.

Gegen halb sechs erreichen wir Kalambaka.

Wir rollen durch den Ort und machen noch gleich eine kleine Erkundungstour zu den Klöstern. Für den Besuch von innen sind wir zu spät dran. Dies wussten wir aber bereits. Wir wollten nur einen kleinen Vorgeschmack auf den morgigen kulturellen Höhepunkt.

Tag 7

Unser geplanter kultureller Höhepunkt öffnet halb zehn für die Besucher die Pforten. Sicher werden dann auch die ersten Reisebusse im Anrollen sein. Wir wollen vor dem großen Ansturm nur eine von mehreren Anlagen besichtigen. 

Zur Geschichte dieser Klöster möchte ich hier nicht eingehen. Das lässt sich viel besser für jeden individuell im Netz oder klassisch im guten alten Lexikon nachlesen.

 

Durch diese kleine Öffnung im Fels dürfen sich die Besucherströme den Weg in das Kloster bahnen.

Die drei Euro Eintritt sind gut angelegt. Leider sind die meisten Erklärtafeln nur in griechisch gehalten. Aber nichts desto trotz boten sich wunderbare Ausblicke. 

Auf bestem Asphalt setzen wir unseren Weg Richtung Thessaloniki fort. bis dahin stehen über 250 km in der Planung, die wir wie gewohnt, nicht in einem Stück hinter uns bringen wollen.

"Hinter uns bringen" schon mal gar nicht. Wir möchten das Land erleben. Und dazu gehören Stops, in der Natur ... in Ortschaften.

Klatschmohn gibt es sicher auch in der Heimat aber dieser Anblick lädt uns zum Beispiel zu einem kurzen Halt ein.

Picknick auf einem Marktplatz in einem Dorf. Es ist auch immer eine unkomplizierte Gelegenheit mit Einheimischen in näheren Kontakt zu kommen.....

....oder sich den Staub der Straße aus dem Gesicht zu spülen.

Wir sind immer wieder erstaunt, wie schnell doch die Zeit am Tag verfliegt. 250 Kilometer klingen so als reine Zahl nicht zu viel. Aber durch die vielen kleinen Stopps verfliegt der Tag recht schnell. Am frühen Abend erreichen wir das anvisierte Hotel in einem Vorort von Thessaloniki. Buchen tun wir meist erst kurz vor der Ankunft.

Gute Nacht Thessaloniki!

Tag 8

Für den heutigen Tag haben einen früheren Start als sonst ausgemacht. Unser Ziel ist es, noch heute die Türkei zu erreichen. Dazu sollten am Ende des Tages etwa 400 km mehr auf dem Tacho stehen.

Nach schnellen hundert Kilometern auf einer sehr gut ausgebauten Straße legen wir in einem kleinen Ort einen Stopp ein. Hier kaufen wir Brötchen, ein paar Getränke und etwas Obst für das Frühstück ein.

Wir finden einen passenden Platz für ein Picknick am Strand und genießen die frisch eingekauften Dinge.

Am liebsten würde ich noch etwas baden gehen. Leider habe ich keine Badehose dabei. Sonst kein Problem aber es sind auch Kinder am Strand. Und ein wenig fehlt uns auch die Zeit dafür. Klingt komisch bei drei Monaten Auszeit aber es liegen noch gute dreihundert Kilometer auf kleinen Straßen vor uns und so manch andere Verlockung anzuhalten bestimmt auch noch.

Eine davon ist ein Lost Place, den mir eine Bekannte als Tipp schickte.

Es ist eine ehemalige Badeanstalt mit heißen Quellen. Tine ist gemeinsam mit ihrem Freund eine kleine Weltenbummlerin und hat dort mehrere Tage in ihrem umgebauten Geländewagen gecampt.

Nach baden war uns leider nicht. Denn mittlerweile liegt der Müll auch unmittelbar neben den heißen Quellen. Wir rollen zurück zur Hauptstraße und weiter immer in Sichtweite zum Meer.

Dann tut sich eine Gelegenheit auf mit den Mopeds direkt auf den Strand fahren zu können, der wir nicht widerstehen können. Schon nach kurzer Zeit beginnt die kleine Sandbank im Meer zu verschwinden. Die Flut setzt kommt. Nichts wie an den Strand zurück ...

Kaum eine halbe Stunde gefahren, kommt schon die nächste Versuchung für ein Stopp in Sicht. Jetzt bin ich hier und dann kann ich mir auch jetzt Zeit dafür nehmen. Also nach rechts auf den Parkplatz gefahren, Helm vom Kopf und vom Moped abgestiegen. Zündschlüssel nicht vergessen abzuziehen und los geht es.

Tag 9

Erschreckend. Keine Sonne heute früh. Man kann sich da so schnell dran gewöhnen.

Ich hatte gestern meine Moped-Sachen auf den Balkon gehängt. Der leichte Nieselregen hat sie etwas klamm werden lassen. Was hilft es? Sie werden am Körper getrocknet.

Wir sind für halb acht zum Frühstück verabredet.

...die Grenze zur Türkei nähert sich ...

Nach dreitausenddreihundertneunundvierzig Kilometern sind wir an der Grenze zur Türkei und werden gleich das Verwaltungsgebiet der Europäischen Union verlassen.

Gute Nacht Ipsala!

Tag 9

Dieses Frühstück im Hotel lockt mich nun überhaupt nicht. Kaffee wird gar nicht angeboten. Mich persönlich stört es nicht, da ich keinen Kaffee brauche, um munter in den Tag starten zu können. Den Tee für Therese gab es aus Pappbechern.

Ich verzichte und nutze die Zeit bis zu unserem Start lieber anderweitig.

Das Ziel für heute heißt Istanbul. Ich freue mich drauf. Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal mit einem anderen Freund Anlauf auf diese Stadt genommen. Damals über Bulgarien. Wir haben es da nicht geschafft. Die verfügbare Zeit war einfach zu wenig.

Aber bis nach Athen war ich später  schon mit dem Moped.

Alles was ab heute ländertechnisch kommt, ist für mich mit dem Moped neu.

Mir erschließt sich der Name nicht wirklich. Ipsala ist der Ort. Ein Hotel ist es auch. Nur den Park dazu haben wir nicht gefunden.

Es ist eigentlich auch unwichtig. Wir haben gestern Abend gut gegessen, Therese sammelte beim Skat wichtige Erkenntnisse und - hier kann ich nur für mich schreiben - geschlafen habe ich super.

Somit steht den 250 Kilometer nach Istanbul nichts entgegen.

Für ein schnelles Vorankommen perfekt ausgebaut.
Für ein schnelles Vorankommen perfekt ausgebaut.

Dieses perfekt ausgebaute Asphaltband begleitet uns bis nach Istanbul hinein.

Noch ist es ziemlich leer aber ich denke, es wird sich mit der Nähe zu Istanbul mehr und mehr füllen.

Während ich so stupide vor mich fahre, entdecke ich die wahrscheinliche Ursache für den defekten Tacho. Dieser ist schon vor wenigen Tagen ausgefallen. Da auch das Navi die Geschwindigkeit anzeigt, stört es mich nicht. Meine Vermutung war, das die Tachowelle am Antrieb abgedreht ist. Die Tachowelle ist vom Tacho ab. und so wie ich das sehe, ist es eine ziemlich fummelige Angelegenheit, sie dort wieder anzubringen. Ich glaube, ich werde noch mehrere Tage ohne den analogen Tacho des Motorrades fahren.

Als wir in Ohrid an der Basilika Rast machten und ich die Transe abstellte, erregte ein gelbes Lämpchen im Cockpit meine Aufmerksamkeit. Es war die Kontrollleuchte für den ausgeklappten Seitenständer. Ihre Aufgabe erfüllte sie dann noch einige wenige Male und seitdem ruht sie wieder.

Der Blinker hat schon seit der Abfahrt in Deutschland den Dienst eingestellt. Jaaaa ...die Sicherungen habe ich als allererstes kontrolliert.

Das sind Nebensächlichkeiten.

 

Therese schlug mir vor, ich solle doch eine Inventarliste erstellen, um bei der Ankunft in Ulan Bator die Vollzähligkeit meines Equipment überprüfen zu können. Neben den Sicherungsteilen für das Visier am Helm haben auch schon zwei Sonnenbrillen einen anderen Besitzer gefunden.

Auch meine Handschuhe werden wohl Deutschland nicht wiedersehen. Die vielen Kilometer im Regen haben einige Nähte aufgehen lassen. Na gut, ganz neu sind sie auch nicht mehr.

Ca 13 Uhr erreichen wir den Speckgürtel von Istanbul. Ab jetzt wird der Verkehr richtig dick. Um noch halbwegs zügig voran zu kommen, passen wir unser Fahrverhalten dem der türkischen Moped- & Rollerfahrer an. Ich konnte damit schon sehr gute Erfahrungen in der 8 - Millionen - Metropole Bogota sammeln. Und siehe da, es funktioniert. Die Auto-, Bus- und Lkw-Fahrer sind darauf "trainiert", das ihnen die Zweiräder links und rechts vorbei fahren. Hier werden keine Lücken geschlossen sondern Lücken geschaffen, um keine Schäden im Lack zu riskieren.

Aber es hat dann doch noch über anderthalb Stunden gedauert, bis am gebuchten Hotel eingetroffen sind.  Nicht  nur wegen des Verkehrs sondern auch weil ich eine falsche Adresse im Navi gespeichert hatte. Es gibt noch ein anderes Duhok  Hotel. Sie unterscheiden sich durch einen kleinen Unterschied im Namen. C`est la vie !

Geparkt wird direkt auf dem Bürgersteig vor dem Hotel. In Deutschland so undenkbar.

3605 Kilometer von geplanten etwa 15.000 liegen damit hinter uns.

Nachdem wir uns etwas fisch gemacht haben, brechen wir zu einem ersten Erkundungsrundgang in die Stadt auf. Was heißt hier eigentlich "in die Stadt"? Wir haben ein Hotel mitten in der Stadt, nahe des bekannten Taksim-Platzes. Wir fallen quasi aus der Hoteltür ins quirlige Leben.

Nach so viel laufen dürfen wir auch essen. Die Auswahl ist riesig. Sicher kann man sich vorab über die angeblich besten Restaurants online informieren. Aber ganz ehrlich, wer will wissen, welches Restaurant für unsere Dreier-Gruppe das beste ist.

Wir haben das beste für uns ganz in der Nähe unseres Hotels gefunden. Das Essen ist super, wir sitzen auf einer Terasse geschützt vor dem Wind, werden hervorragend bedient. Alles bestens.

Und damit Therese nicht aus der Übung kommt, gibt es noch eine Runde Skat. Kurz bevor geschlossen, erscheint unsere Bedienung noch einmal am Tisch und erkundigt sich was wir spielen. Wir erklären es kurz in groben Zügen. Bei einem anschließendem Spiel merken wir , er hat es recht schnell verstanden. 

 

In dem Kännchen wird türkisch aufgebrühter Tee serviert.

 

Tag 10

Wir hatten gestern Abend schon, das das Restaurant auch Frühstück anbietet. Für uns stand gestern Abend schon, hier möchten wir heute frühstücken.  Und welch eine Überraschung, unsere persönliche Bedienung stand uns wieder zur Seite. Wir ließen uns ein anatolisches Frühstück servieren. Was für ein Genusserlebnis!

Wir haben es zu dritt leider nicht geschafft, von diesem Angebot nichts übrig zu lassen.

Nach dem super Frühstück nutzen wir das Angebot mit dem "Hop-on-Hope-off-Bus" um Istanbul etwas intensiver erkunden zu können.

Als ersten Ausstieg nutzen wir die Haltestelle am Gewürzbasar. Er befindet sich in einer Halle. Aber auch die Straßenzüge rundherum sind ein einziger Basar. Hier gibt es alles. Und das ganze ist auch in den unterschiedlichen Straßen thematisch sortiert.

Hier verbrachten eine sehr lange Zeit und wurden auch etwas Opfer von einem Basar. 

Nein ....wir wurden nicht bestohlen. Wir kauften von einigen Dingen mehr ein als wir haben wollten. Egal! Es war auch ein Augenschmaus .

Für manch andere Sehenswürdigkeit blieb dadurch weniger Zeit übrig, bei manchen gab es wenig Chance sie zu besuchen, weil der Andrang so groß war.

 

Lange keine soooooooo gute heiße Schokolade getrunken. Nein, es war eher gelöffelt. 

Auf der Rückfahrt zu unserer Eintiegssation waren die Straßen so voll, das uns angeboten wurde, einfach zwischendurch aussteigen zu können. Dieses Angebot nahmen wir dankend an. Denn mit dem Bus im Stau stehen wollten wir nicht. 

Den Abend ließen wir dann bei einem Guiness in einem kleinen Pub ausklingen.

Gute Nacht Istanbul!

Tag 11

Für die BMW von Therese und Lutz steht heute ein weiterer Ruhetag im Plan. Für die Honda hat sich der Plan geändert. Es gibt einen Touratech-Laden in dieser Stadt. Ihm möchte ich einen Besuch abstatten. Ich hoffe, dass dort die Sicherungsteil für das Visier auf Lager ist. Weiterhin steht auf der Liste ein Media-Markt und die Camlica-Moschee. Von ihr aus soll es den besten Blick auf Istanbul geben. Ich bin gespannt.

Katzen bekommen hier die unterschiedlichsten Jobs.

Der Weg in den Touratech-Laden bringt mich nach Asien. 

Mein Besuch im Touratech-Laden war erfolgreich. Nun kann ich Schirm und Visier wieder sicher am Helm befestigen.

Im Media-Markt bekam ich nicht was ich wollte. Ich werde es überleben. Aber ich habe mein Plan geändert. Während der Fahrt entdecke ich auf einem Hügel einen Funkmast. Von weitem ist ein Weg zu sehen, der hinauf führt. Der Funkmast steht höher als die Moschee. Das gibt bestimmt einen wunderbaren Blick auf diese riesige Stadt. Und den brauche ich mir garantiert mit deutlich weniger Menschen teilen. Jetzt muss ich nur den Einstieg zu dem Weg finden. Aber das wird schon.

Ich habe ihn gefunden. Aber nach weniger als die Hälfte gibt es keinen Vortrieb mehr durch die Honda. Die Piste geht so steil hoch, das das Moped die Traktion verliert. Ich will da hoch! Dann eben laufen ....

Ich halte mich für nicht ganz unsportlich aber es braucht schon etwas Zeit und Anstrengung den steilen Weg hoch zu laufen. Ja und es hat sich gelohnt auch wenn es etwas diesig ist. Die Stadt ist so riesig , das man sie noch nicht einmal ansatzweise auf ein Panoramafoto bekommt.

Runter zu war es fast anstrengender als rauf. Noch anstrengender war es, die Karre wieder umzudrehen. Um das Risiko eines Umfallers zu minimieren, nahm ich Topcase und die Seitenkoffer ab. Und dann hat es immer noch zwanzig Minuten gedauert .....Ich war fertig! Zum Glück hatte ich mich vorab mit Getränken und Essbarem versorgt.

Den Abend verbringen wir wieder gemeinsam. Um die Ecke beim Hotel entdecken wir eine Art Imbiss. Hier speisen wir etwas günstiger als die Tage zuvor aber trotzdem vorzüglich. Mit der späteren Wahl von zwei verschiedenen Lokalitäten, um einen guten Drink nehmen zu können, haben wir ein nicht unbedingt glückliches Händchen. Wir haben noch Wein und ein großes Angebot von Trockenfrüchten auf dem Hotelzimmer. Das bietet eine gute Grundlage, um den Abend bei entspannendem Kartenspiel ausklingen zu lassen .....

 

 

Morgen werden wir Istanbul verlassen. Die Fortsetzung findet ihr unter :

 

                                  

 

                 Teil 2 - Von Istanbul an die russische Grenze.

 


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